Non-performing Loans (NPLs) / notleidende Kredite

Non-performing Loans (NPLs) ist die englische Bezeichnung für notleidende bzw. leistungsgestörte Kredite. Es gibt bislang keine einheitliche Definition eines NPL. Notwendige Bedingungen für einen NPL sind üblicherweise das Vorliegen eines Zahlungsverzuges und eines Insolvenzantrages. Dennoch besteht ein erheblicher Spielraum bei der Auslegung durch Banken und Aufsichtsbehörden. Im Oktober 2013 hat die European Banking Authority (EBA) im Rahmen der bevorstehenden Bankenstresstests einheitliche Standards für Bankenaufsichten eingeführt. Mit diesen wurde erstmalig auch eine Definition von NPL vorgebracht:

A loan is only deemed non-performing if it is in default or close to default. More precisely, a loan is non-performing when payments of interest and principal are past due by 90 days or more, in accordance with the Basel II definition of default, or when there are good reasons to doubt that debt payments will be made in full. (Quelle)

In Abgrenzung zu NPLs werden unter Sub-performing Loans (SPL) problembehaftete Kredite verstanden. Diese unterliegen zwar einer Zahlungsstörung, gelten jedoch als noch nicht ausgefallen. Nach der EBA-Definition läge also bei einem Kredit, der noch keine 90 Tage überfällig ist, ein SPL vor.

Literaturempfehlungen:

  • Bales, Klaus: Definition: Was sind NPLs? In: Köchling, Marcel; Schalast, Christoph: Grundlagen des NPL-Geschäftes. 2017: Frankfurt School Verlag.
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