Die große Welle von Kreditausfällen bleibt bisher aus: NPL-Barometer Herbst Snapshot

vom 23. November 2021

Berlin, 23. November 2021 – Die Auswirkungen der Coronakrise auf alle Aspekte des Lebens sind nach wie vor erheblich. „Dennoch haben wir bis heute keine Welle von Kreditausfällen erleben müssen“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing, kurz BKS. Allerdings warnt Sonder davor, dass sich die steigende Inflation, die dynamisch entwickelnden Energiepreise und anhaltende Lieferkettenprobleme auf mittlere Sicht in den Kreditbüchern der Banken bemerkbar machen könnten. Gefahren für die Wirtschaft und die Banken sieht Sonder auch durch die dramatische Entwicklung der vierten Coronawelle und mögliche drastische Maßnahmen der Politik durch regionale und selektive Lockdowns sowie Einschränkungen für Branchen wie Einzelhandel, Gastronomie, Freizeit- und Eventgestaltung.

Während zu Beginn der Pandemie noch Kreditausfälle im Bereich von 60 Milliarden Euro bis 2021 befürchtet worden waren, korrigierte ein Großteil der befragten Risikomanager der deutschen Kreditinstitute in der aktuellen Herbsterhebung ihre erwarteten NPL-Bestände auf insgesamt 32 Milliarden Euro bis Ende des Jahres 2021 und 37 Milliarden bis Ende 2022.

Im Herbst-Snapshot des NPL-Barometers, das seit 2015 von der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing und der Frankfurt School of Finance & Management unter den Risikoabteilungen der deutschen Banken erhoben wird, werden nun weniger starke Aktivitäten auf dem Markt für notleidende Kredite (Non-performing Loans, kurz NPLs) erwartet als noch im Juni 2020 und im Februar 2021.

„Die negativen Erwartungen stiegen zu Beginn der Pandemie rasant auf den höchsten Wert in der Geschichte des Barometers an“, sagt Sonder. Die Risikomanager in den deutschen Banken hatten im Rahmen der weltweiten Lockdowns und angesichts der Lieferkettenprobleme also massive Kreditausfälle und damit erhöhte Transaktionstätigkeiten befürchtet.

Der Erwartungswert ging vom Höchststand von 0,42 im Jahr 2020 zunächst auf 0,25 im Februar 2021 und nun auf 0,13 zurück. „Zwar geht noch eine Mehrheit der Risikomanager von steigenden Kreditausfällen aus“, so Sonder. „Deren Zahl aber reduziert sich immer weiter.“ Gleichzeitig wuchs der Wert für die tatsächlich beobachtete Marktentwicklung seit Ausbruch der Pandemie kontinuierlich an: von -0,17 im Jahr 2020 auf null im Februar 2021 und nun auf 0,02 im Oktober 2021.

Mit Blick auf die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen warnt Jürgen Sonder jedoch: „Die Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre hat die Schuldenaufnahme scheinbar risikolos erscheinen lassen, doch steigender Inflationsdruck und Lieferkettenprobleme könnten sich auf mittlere Sicht auch in den Kreditbüchern der Banken bemerkbar machen. Die europäische Bankenaufsicht warnt daher zurecht regelmäßig davor, Rückstellungen für Kreditausfälle vorschnell zu reduzieren.“

60 Prozent der Befragten des NPL-Barometers gehen davon aus, dass der Kreditboom und die große Liquidität der vergangenen Jahre die Entstehung von „Zombie-Unternehmen“ begünstigt haben – also Unternehmen, die nur durch immer neue Schulden überleben. „Gerade solche Unternehmen werden aber in Schwierigkeiten geraten, wenn die Notenbanken dazu gezwungen werden, die Leitzinsen zu erhöhen“, sagt Sonder.

Für den wohnwirtschaftlichen Immobilienkreditbereich gingen im NPL-Barometer 2020 noch 56 Prozent der Risikomanager von steigenden NPL-Beständen für die Zukunft aus. Nach der Stabilisierung der Wirtschaft erwarten nun 59 Prozent, dass die Bestände auf gleichem Niveau verbleiben werden. Nur noch drei Prozent gehen von steigenden NPL-Beständen im wohnwirtschaftlichen Bereich aus.

Im gewerblichen Immobilienbereich traf die Krise diverse Branchen unmittelbar, sodass gerade in diesem Segment Ausfälle zu befürchten waren. „Doch auch hier haben die staatlichen Hilfsmaßnahmen Wirkung gezeigt“, sagt Jürgen Sonder. Knapp die Hälfte aller Befragten konnte in den vergangenen zwölf Monaten keine Veränderung bei den NPL-Beständen gewerblicher Immobilienkredite feststellen. Bei 18 Prozent konnten diese sogar reduziert werden.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), von denen viele besonders durch die Lockdowns betroffen waren und in den nächsten Monaten wieder betroffen sein dürften, könnten am stärksten unter Kreditausfällen leiden. Beim NPL-Barometer 2020 erwarteten noch 77 Prozent der Befragten steigende Ausfälle in diesem Bereich. Im Herbst 2021 sank dieser Wert nun auf 26 Prozent. Rund die Hälfte der Befragten erwartet, dass die NPL-Bestände künftig stabil bleiben. „Jedoch kann im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen und der gewerblichen Immobilienkredite noch keine Entwarnung gegeben werden, auch wenn sich das Stimmungsbild etwas aufgehellt hat“, sagt Prof. Dr. Christoph Schalast, Vorsitzender des Beirats der BKS und Professor für Mergers & Acquisitions, Wirtschaftsrecht und Europarecht der Frankfurt School of Finance & Management.

Das aktuelle NPL-Barometer kann hier heruntergeladen werden.

Zur Methodik:

Gefragt wird nach der tatsächlichen Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate und der erwarteten Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Dabei werden die NPL-Bestände, die Kaufpreise, die Nutzung von Verkäufen und Outsourcings, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten unter die Lupe genommen. Das NPL-Barometer ist auf einer Skala von -1 bis +1 abgetragen. Werte im negativen Bereich der Skala sprechen für einen weniger aktiven NPL-Markt, während ein positiver Wert für höhere NPL-Bestände, mehr Transaktionstätigkeit und geringere Verkaufspreise spricht.

Jetzt anmelden: Webinar am 1. Dezember mit Prof. Dr. Michael Heise und Dr. Winfried Müller

vom 4. November 2021

Am 1. Dezember werfen wir gemeinsam mit Prof. (hon.) Dr. Michael Heise und Dr. Winfried Müller sowie Marc Knothe, Achim Cremer und einer Moderation von Prof. Dr. Christoph Schalast einen Blick auf die Chancen und Risiken für Wirtschaft und Finanzbranche.

Ein Online-Event mit unseren Mitgliedern QUALCO und Intrum

Jetzt kostenlos anmelden: https://event.bks-ev.de/webinar

CrossLend wird Mitglied in der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS)

vom 23. Juni 2021

Berlin, 23. Juni 2021 – CrossLend bringt sein Wissen und die Erfahrungen als Anbieter digitaler End-to-end-Lösungen für Kredit-Asset-Transaktionen und Kreditverbriefungen für Kreditgeber und Investoren in die Mitgliedschaft bei der BKS ein. Dabei betreibt CrossLend auch eine paneuropäische Plattform zum Management der Kredittransaktionen.

Mit dem Berliner Fintech als neues Mitglied reflektiert die BKS die wachsende Relevanz von Technologien in ihrem Tätigkeitsfeld. CrossLend ist als Technologieanbieter im Bereich Data Processing & Management, Data Analytics, Marketplace und Settlement für Kredittransaktionen europaweit am Markt positioniert.

Weiterhin betreibt CrossLend eine Plattform zum Matching und zur Abwicklung von Transaktionen von Kreditportfolien für institutionelle Anleger. Es werden Darlehen für den Mittelstand, Verbraucher- und Immobiliendarlehen sowie Factoring-Forderungen über die Plattform abgewickelt.

„Wir freuen uns auf den Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie auf neue Kontakte. CrossLend unterstützt alle Marktteilnehmer, die durch gemeinsame Standards die Etablierung eines paneuropäischen Kreditmarktplatzes fördern. Mit unserer Expertise in Debt Asset Analytics können wir die Mitglieder der BKS voranbringen“, so Marco Hinz, Chief Operating Officer der CrossLend GmbH.

Jürgen Sonder, Präsident der BKS: „CrossLend ist ein dynamisches und innovatives Unternehmen und bereichert mit seiner Kernkompetenz als Fintech unsere Vereinigung als Knowledge-Plattform und Branchenverband für Investoren und Servicer von Kreditportfolios.“

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) ist der federführende Verband in Deutschland für den Sekundärmarkt von notleidenden Krediten. Sie hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer im nationalen und internationalen Kreditportfolio-Transaktionsgeschäft tätigen Mitglieder in Deutschland. Die BKS ist gelistet in der „Öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern“.

Über die CrossLend GmbH

CrossLend ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassenes und beaufsichtigtes und von der luxemburgischen CSSF beaufsichtigtes Fintech-Unternehmen, das einen digitalen europäischen Kreditmarktplatz aufgebaut hat. Auf dem Marktplatz werden Kredite in Wertpapiere oder andere investierbare Formate umgewandelt. Kreditgeber wie Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Spezialkreditinstitute und Fintech-Kreditplattformen aus Europa bieten ihre Kredite europäischen institutionellen Investoren über den Marktplatz zum Kauf an. Der Vorteil des CrossLend Marktplatzes ist die standardisierte und übersichtliche Aufbereitung und transparente Darstellung der Kreditdaten der Kreditgeber. Dies macht es für Investoren wie andere Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Pensionsfonds und Versorgungswerke einfach, Kredite anhand ihrer Kriterien zu identifizieren und zu vergleichen. Da CrossLend Kreditgeber und Investoren aus ganz Europa auf einer zentralen Plattform zusammenbringt, trägt CrossLend aktiv zur europäischen Kapitalmarktunion bei. CrossLend wurde 2014 in Berlin gegründet und beschäftigt mehr als 70 Mitarbeiter aus über 30 Ländern. CrossLend unterhält neben der Zentrale in Berlin Büros in Frankfurt, Wien, Luxemburg und London.

Buchvorstellung mit Alexander von Dobschütz und Christian Doppstadt

vom 3. Juni 2021

Am 2. Juni stellten wir die nunmehr 3. Auflage des Buches „Grundlagen des NPL-Geschäftes“ in einer virtuellen Diskussionsrunde von 12:00 bis 13:00 Uhr vor.

Eröffnet wurde das Event mit einer Keynote-Speech von Alexander von Dobschütz (DKB). Im Anschluss findet eine Diskussion statt mit Christian Doppstadt (EAA), Dr. Marcel Köchling (BKS/PRA) und Prof. Dr. Christoph Schalast (BKS/Frankfurt School/Schalast & Partner). Zu guter Letzt wurden dann auch noch Fragen aus dem Auditorium beantwortet.

Jetzt Anmelden! NPL FORUM 2021 am 8. Juli

vom 16. April 2021

NPL FORUM 2021 – jetzt für den 8. Juli anmelden

Das NPL FORUM 2021, das in Kooperation zwischen der Frankfurt School of Finance & Management, dem Frankfurt School Verlag und der BKS veranstaltet wird, findet auch in diesem Jahr wieder als Hybrid-Event statt. Mit spannenden Keynotes von

 Auftaktkeynote:
Prof. Dr. Joachim Wuermeling,
Vorstandsmitglied, Deutsche Bundesbank
  Abschlusskeynote:
Prof. Dr. Maren Urner,
Professorin für Medienpsychologie | Neurowissenschaftlerin | Bestsellerautorin
 Maria Teresa Dreo,
Mitglied des Vorstands, Berlin Hyp AG
  Dominik Dürschlag,
Mitglied des Vorstands, Aareal Estate AG
 John Fell,
Deputy Director General, European Central Bank
  Marco Hinz,
Chief Operating Officer, CrossLend GmbH
 Dr. Fritzi Köhler-Geib,
Chefvolkswirtin,
KfW Bankengruppe
  Jürgen Kullnigg,
Mitglied des Vorstands, Chief Risk Officer (CRO), HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG

und vielen mehr.

Wie stark wird die Corona-Krise auf die Realwirtschaft in Europa durchschlagen und welche Sektoren sind besonders betroffen? Wie sinnvoll sind in dieser Situation Stützungsmaßnahmen des Staates zugunsten angeschlagener Unternehmen? Auf welche Weise soll der Aufbau von Handels- und Abwicklungsplattformen sowie die Harmonisierung des #Insolvenzrechts in Europa konkret erfolgen und welche Fortschritte sind hier zu erwarten? Und was können #Finanzaufsicht, Banken und die NPL-Branche tun, um die geplanten Maßnahmen zum NPL-Abbau sinnvoll zu ergänzen?

Auf dem NPL FORUM sollen diese Fragen diskutiert und beantwortet werden. Wir freuen uns wieder auf Sie!

QUALCO tritt der BKS bei

vom 21. Januar 2021

QUALCO gibt bekannt, der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) als neues Mitglied beizutreten. QUALCO möchte die Entwicklung von Best-Practices und Standards für die Abwicklung von notleidenden Krediten (NPLs) in Deutschland unterstützen.

Jürgen Sonder, Präsident der BKS und Vorsitzender des Senior Advisory Boards der Intrum Gruppe in Deutschland, sagt:

„Ich möchte QUALCO sehr herzlich in der BKS willkommen heißen. Ich bin davon überzeugt, dass QUALCO mit seiner internationalen Erfahrung unsere Organisation bereichern wird.“

Johannes Busse, Regional Director DACH, kommentiert:

„Unsere Partnerschaft mit der BKS bedeutet ein neues Kapitel für QUALCO. Wir freuen uns auf den Austausch von Ideen und Erfahrungen mit den führenden Beteiligten des NPL-Marktes in Deutschland.“

In den BKS NPL Risk News, veröffentlicht im Dezember 2020, ist bereits ein Gastbeitrag von QUALCO erschienen.  

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer derzeit 30 im Kredithandel tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Sie setzt sich auf politischer Ebene für einen funktionierenden Kredithandel ein.

Die BKS ist gelistet in der “öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern”.

Mehr über die BKS

Über QUALCO

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt QUALCO Unternehmen beim Management von sich schnell änderndem Kreditrisko und Problemforderungen, die von wirtschaftlichen, regulatorischen und verhaltensbezogenen Faktoren bestimmt werden.

QUALCO Technologie besteht aus best-in-class, skalierbaren Enterprise Solutions die unseren mehr als 70 Kunden zu höherer Effizienz und Effektivität verhilft. Wir investieren in nachvollziehbare KI und Machine Learning, um für unsere Kunden Erkenntnisse aus ihren Daten zu generieren und für unsere Kunden operative Vorteile zu schaffen.

Wenn Sie erfahren möchten wie QUALCO Ihnen helfen kann Effizienzen zu heben, dann klicken Sie hier www.qualco.eu

NPL-Roundtable der EU-Kommission

vom 25. September 2020

Heute findet der virtuelle NPL-Roundtable der EU-Kommission statt, in dem es unter anderem über die zukünftige Rolle von AMCs, Datentemplates, NPL-Plattformen, NPL-Verbriefungen und die Richtlinie über Kreditdienstleister und Kreditkäufer gehen wird. Die BKS wird alle Themen eng verfolgen und die Interessen der NPL-Branche in die Diskussion einbringen. Insbesondere die schnelle Verabschiedung der Kreditdienstleisterrichtlinie in ihrer ursprünglichen Intention ist uns wichtig. Über die Ergebnisse des Roundtables informieren wir in den kommenden Tagen ausführlich.

BKS/DKS-Musterverträge – BKS-Vizepräsident Köchling im Gespräch mit FINANCE

vom 22. September 2020

Kooperation zwischen DKS und BKS bei Erstellung von Musterverträgen für NPL-Transaktionen für die Kreditwirtschaft

Für Mitglieder von BKS und DKS stehen ab sofort Musterverträge für Portfoliotransaktionen von besicherten und unbesicherten NPL-Portfolios zum Download bereit.

Mit dem FINANCE-Magazin greift nun auch die Fachpresse das Thema auf. Hintergründe zur Entstehung der Musterverträge finden Sie im Artikel auf finance-magazin.de. BKS-Vizepräsident Dr. Marcel Köchling erläutert darin, wie es zur Überarbeitung der Muster kam und wie die NPL-Branche sich in den nächsten Monaten entwickeln könnte.

In einer Kooperation zwischen der Deutschen Kreditmarkt Standards e.V. und der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. in Zusammenarbeit mit Banken, Investoren und Rechtsanwälten mit dem Schwerpunkt NPL-Transaktionen in Deutschland sind diese zuvor erarbeitet worden.

Konkret handelt es sich um Musterverträge mit den Titeln „Kaufvertrag über notleidende Kreditforderungen und Sicherheiten“ (besicherte NPL-Portfolios) sowie „Kaufvertrag über notleidende Kreditforderungen“ (unbesicherte NPL-Portfolios).

Die beteiligten Verbände und Fachleute sehen die Verfügbarkeit von Musterverträgen als wichtiges Element weiteren Förderung des Sekundärmarktes.

Jürgen Sonder, Präsident BKS: „Durch die Kooperation mit der DKS konnten wir die rechtlichen Standards qualifizieren und in Kombination die Interessen der Vertragspartner ausgewogen in die Musterverträge integrieren.“

Dr. Jörg Keibel, DKS: „Die Vereinfachung und damit Beschleunigung von Kreditmarkttransaktionen erfordert im deutschen Kreditmarkt anerkannte Muster und Standards nach deutschem Recht und in deutscher Sprache. Die DKS bietet Verkäufern und Käufern eine Plattform, gemeinsam Vertragsmuster zu entwickeln, die kosten- und zeitaufwendige Vertragsverhandlungen erübrigen.“

Prof. Dr Christoph Schalast: „Vertragsmuster – insbesondere, wenn sie von den Beteiligten einer NPL-Transaktion als fair und ausgewogen anerkannt werden – könnten so nicht nur zum Standard werden, sie erhöhen dadurch auch die Liquidität des Marktes – und das wird in den kommenden vermutlich eher turbulenten Monaten sehr hilfreich sein.“

Die Musterverträge sind ab sofort auf den Webseiten von BKS und DKS für deren Mitglieder abrufbar.

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer derzeit 31 im Kredithandel tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Sie setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Kredithandel ein. Mit Kauf und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

Insgesamt 50 Mitglieder aus dem deutschen Bankenbereich, Bankberater und Kanzleien bilden den Verein Deutsche Kreditmarkt-Standards e.V. (DKS), der sich um Muster und Standards für alle Stadien einer Kredittransaktion im deutschen Kreditmarkt kümmert. Die angestrebte Standardisierung soll es Kreditinstituten, die wenig oder gar nicht im Bereich der Kreditmarkt Transaktionen tätig gewesen sind und somit keine oder wenig Erfahrungswerte sammeln konnten, ermöglichen, mit standardisierten Prozessen und Abläufen derartige Kreditmarkttransaktionen einfacher vorbereiten und durchführen zu können. Satzungsgemäße Aufgabe des DKS ist auch die Forschungsförderung und Unterstützung empirischer Erhebungen, die das nationale und internationale Kreditgeschäft sowie Kreditmarkttransaktionen adressieren. Über den jährlich vergebenen DKS Award werden entsprechende Arbeiten auf diesen Gebieten gefördert und ausgezeichnet.

NPL-Barometer 2020 – jetzt teilnehmen!

vom 7. Mai 2020

 
NPL-Barometer 2020
Welche Auswirkungen hat die Krise auf den NPL-Markt?


Zum Fragebogen  

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn dieser Woche wagte die BKS eine erste Prognose bezüglich der Entwicklung des NPL-Volumens in Deutschland. Die Resonanz war beachtlich. 

Nun möchten wir mit Ihnen gemeinsam versuchen, das Bild zu vervollständigen: Wie prognostizieren wir die Risikovorsorge bezüglich den Kreditausfällen und wie werden sich daraus die die Kreditverkäufe entwickeln? Welche Auswirkungen sind durch die Corona-Gesetzgebung und das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens zu erwarten? Und schließlich möchten wir auch Ihre persönliche Einschätzung zur Entwicklung des NPL-Volumens und zur NPL-Quote mit einfließen lassen.

In diesem Sinne würden wir uns freuen, wenn Sie an unserer jährlichen Erhebung teilnehmen würden und den Fragebogen ausfüllen. Die Umfrage dauert ca. 10 Minuten. Bitte teilen Sie diesen auch mit Ihren relevanten Kollegen aus dem Risikomanagement.

Die Erhebung wurde als Kooperationsprojekt zwischen der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing und der Frankfurt School of Finance & Management entwickelt.

Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juni veröffentlicht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten selbstverständlich eine ausführliche Auswertung. Die Umfrage ist vollständig anonym. Es werden keine IP-Adressen gespeichert.

Schon jetzt ein herzliches Dankeschön für Ihre Teilnahme und bleiben Sie gesund!

Ihr

Jürgen Sonder, Präsident der BKS

 
Zum Fragebogen

Impressionen vom BKS-Roundtable 2019

vom 29. November 2019

Am 27. November fand in der Frankfurt School of Finance & Management unser jährlicher BKS-Roundtable statt. Ehrengastredner des Abends war Alexander von Dobschütz, CRO und Vorstand der DKB.

Thematisch drehte sich der Abend um den Hashtag #neuwärts. Anschaulich erläuterte von Dobschütz die Herausforderungen und Chancen von internen Transformationsprozessen in der Risikosteuerung: von der Umstellung der Schuldneransprache von Papier auf Messengerdienste und E-Mail bis hin zur Schaffung eines neuen Wir-Gefühls in der Bank und der Nutzung agiler Methoden.

Nach einer ausgiebigen Frage- und Diskussionsrunde ging es auf Einladung der BKS in die Executive Lounge der Frankfurt School, in der die Teilnehmerinnen, Teilnehmer, Gastgeber und Referent noch ausgiebig weiterdiskutierten.

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