Steigende Inflation als Stresstest für überschuldete Unternehmen

vom 1. Juli 2021

Berlin, 01. Juli 2021 – Die Auswirkungen der Coronakrise auf alle Aspekte des Lebens sind erheblich – und viele Folgen der Pandemie noch völlig offen. „Dennoch scheint es, dass wir trotz einer der größten Rezessionen der vergangenen Jahrzehnte keine Welle von Kreditausfällen erleben werden“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing, kurz BKS. Allerdings werden die Banken in zwei Kreditsegmenten mit steigenden Ausfällen zu kämpfen haben. „Und die anziehende Inflation wird zum Stresstest mancher am Limit operierender Firmen“, so Sonder.

Dass die Wirtschaft bislang relativ glimpflich durch die Krise kam, ist der massiven staatlichen Unterstützung und den Kredithilfen zu verdanken. So scheinen die Hilfsmaßnahmen Früchte zu tragen: Kurzarbeitergeld, KfW-Programme, Überbrückungshilfen und Steuererleichterungen brachten einen Großteil der Unternehmen durch die Krise. In den Privathaushalten stieg die Sparquote sprunghaft von rund 11 auf 16 Prozent an und die Zahl der überschuldeten Privathaushalte ist von 6,92 auf 6,85 Millionen zurückgegangen.

Die NPL-Quoten der deutschen Kreditinstitute sanken im ersten Quartal 2021 von 1,3 auf 1,2 Prozent, wie die European Banking Authority (EBA) gestern meldete. Auch in den beiden von der Coronakrise am meisten betroffenen Assetklassen „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ sowie „Gewerbliche Immobilienfinanzierungen (CRE)“ gab es keinen Anstieg. Im Gegenteil: Im Bereich der KMU sank die Quote von 3,0 auf 2,7 Prozent. Bis 2022 gehen die Verantwortlichen in den Risikoabteilungen der deutschen Kreditinstitute laut dem im März erschienenen NPL-Barometer der BKS von einem Anstieg auf 3,8 Prozent aus. Im Bereich CRE stieg die Quote im vierten Quartal 2020 von 1,7 auf 2,0 Prozent und blieb auch im ersten Quartal 2021 auf diesem Niveau. Hier erwarten die Befragten des NPL-Barometers bis 2022 eine Quote von 3,1 Prozent. Selbst bei den am stärksten vom Lockdown betroffenen Sektoren „Beherbergung und Gastronomie“ ging die NPL-Quote im ersten Quartal 2021 von 5,7 auf 5,4 Prozent zurück. BKS-Präsident Sonder warnt dennoch: „Mit Blick auf die Unternehmensbilanzen gibt es einen Haken: Zwar konnten viele Unternehmen zusätzliche Liquidität schaffen, doch lief dies oft über die Verschiebung von Investitionen und den Abbau von Lagerreserven.“ Dies könnte in Zukunft negative Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit haben.

Auf makroökonomischer Ebene gibt es ebenfalls Risiken: Die Zentralbanken haben ihre Bilanzsummen im vergangenen Jahr erheblich vergrößert. Immer mehr Experten warnen vor steigender Inflation durch die anziehende Nachfrage in vielen Ländern bei nach wie vor bestehenden Einschränkungen auf der Angebotsseite. Sollte die Inflation noch stärker steigen, wären die Zentralbanken zu Maßnahmen gezwungen – beispielsweise zum Einstellen von Anleihekäufen, aber auch zu Zinserhöhungen. „Diese wiederum würde besonders überschuldete Unternehmen belasten, die sich mit den bisherigen Hilfen gerade so über Wasser halten konnten“, sagt Sonder.

Wie sich die Krise in den nächsten Jahren auf die verschiedenen Wirtschaftsbereiche auswirken könnte, ist ein Themenschwerpunkt beim NPL-Forum 2021. Die größte und wichtigste Konferenz des deutschen Sekundärmarktes für notleidende Bankforderungen findet am 08. Juli 2021 in einem Hybrid-Format an der Frankfurt School of Finance & Management statt. Für die Präsenzveranstaltung sind die Plätze limitiert. Die Konferenz startet mit einer Keynote-Speech von Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank, zum Thema „NPLs post Covid – wie können sich Banken und Aufsicht schon jetzt wappnen?“. Fachbeiträge und eine Diskussionsrunde mit Vertretern von Kreditinstituten, Aufsichtsbehörden und anderen Marktteilnehmern werden einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der NPL-Situation in den kommenden Monaten und Jahren geben.

„Das NPL-Forum kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Auch wenn die NPL-Quoten in den vergangenen Monaten nicht so stark gestiegen sind, wie zu Beginn der Pandemie befürchtet worden war, wird dies nicht ohne Konsequenzen bleiben – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die besonders betroffen sind. Deshalb ist es gerade jetzt so wichtig, Vorsorge zu treffen und Handlungsoptionen zu prüfen“, sagt Prof. Dr. Christoph Schalast, Vorsitzender des Beirats der BKS und Professor für Mergers & Acquisitions, Wirtschafts- und Europarecht an der Frankfurt School of Finance & Management.

Die Konferenz-Website mit weiteren Informationen finden Sie hier: https://www.frankfurt-school-verlag.de/verlag/konferenz/npl_forum_2021.html.

Update Kreditdienstleister-Richtlinie, Data Templates, Data Hub

vom 25. Juni 2021

Risikopotenzial von Non-Performing Loans – BKS-Beitrag zum NPL FORUM

vom 15. Juni 2021

Europäisches Parlament, Rat und Kommission einigen sich auf Regeln für den NPL-Markt

vom 7. Juni 2021

Bei den Trilog-Verhandlungen zur Richtlinie über “Kreditdienstleister, Kreditkäufer und die Verwertung von Sicherheiten” wurde Seitens des Parlaments nun der Durchbruch verkündet. Es werde nun lediglich noch an technischen Details gefeilt. Dabei werde anerkannt, dass Kreditkäufer keine besondere Genehmigung benötigten, da sie Kredite lediglich ankaufen, aber keine neuen Kredite vergeben. Kreditservicer müssen nach den neuen Regeln eine Genehmigung einholen, um in der gesamten EU tätig werden zu können, und unterliegen der Aufsicht der Mitgliedsstaaten. Auch ein Register über alle Servicer soll geführt werden. Auf Seiten des Verbraucherrechts müssen Schuldner klar und verständlich über die wichtigsten Punkte der Kreditbearbeitung informiert werden.

Quelle: https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20210531IPR05113/non-performing-loans-deal-struck-on-eu-rules-for-selling-npls-to-third-parties

Jetzt Anmelden: Webinar zur Data Hub Initiative der EU-Kommission

vom 7. Juni 2021

Im Dezember 2020 hatte die Europäische Kommission unter Führung von Exekutiv-Vizepräsident Valdis Dombrovskis und der zuständigen Kommissarin Mairead McGuinness angekündigt, die Errichtung einer zentralen elektronischen Datenplattform für einen besseren Informationsaustausch zwischen den am Abbau von NPL Beteiligten – Kreditverkäufern, Kreditkäufern, Kreditdienstleistern, Vermögensverwaltungsgesellschaften und privaten NPL-Plattformen – zu prüfen. Die EBA hat kürzlich eine Konsultation zu den überarbeiteten NPL Data Templates gestartet, die als Basis für diese Plattform dienen sollen.
 
Unter diesem Hintergrund veranstalten die Bundesvereinigung für Kreditankauf und Servicing e.V. Berlin und die Deutsche Kreditmarkt-Standards e.V., Berlin ein gemeinsames Webinar für die Risikomanager und Experten in der Finanzindustrie.
 
Wir laden Sie herzlich zu unserer Webveranstaltung am 24. Juni 2021, 16.00 Uhr ein, in der die Grundlagen und die Bedingungen für eine transparente und effektive Plattform für Deutschland diskutiert werden.
 
Auf der Agenda:

  • Analyse der Datenanforderungen nach Assetklassen und Status (performing, sub performing /Stundungen, non performing / UTP) – Burkhard Heppe (NPLMarkets)
  • Datenanforderungen aus Bankensicht – Lars Löffelholz (Commerzbank)
  • Datenanforderungen aus Investorensicht – Sandra Glaser (Intrum)
  • Vorhandene Daten (EDW, AnaCredit, Global Credit Data) und Validierung/Monitoring, bestehende Data Hubs – Christian Thun (EDW)
  • Personenbezogene Daten und BDSG – Rafael Hertz (kallan)
  • Next Steps Europäische Kommission – Timur Peters (Debitos)

Die Teilnehmer können sich unter joerg.keibel@kreditmarkt-standards.de anmelden und werden einen Link zu der Veranstaltung erhalten.

EBA startet Diskussion zu NPL Data Templates

vom 5. Mai 2021

Die European Banking Authority hat gestern ein Diskussionspapier zu den NPL Data Templates veröffentlicht und eine Konsultation gestartet, die bis zum 31. August 2021 laufen wird.

Dabei sollen die Einschätzungen von Verkäufer- und Käuferseite mit einfließen. Inhaltlich wird es darum gehen, welche Datenfelder enthalten sind und wie sie gestaltet sein sollen sowie darum, wie es um ihre Wichtigkeit und Verfügbarkeit bestellt ist.

Ziel soll sein, die Preisfindung im Sekundärmarkt für NPLs in der EU konsistenter zu gestalten und die Templates einfacher, verhältnismäßiger und effizienter zu machen.

Die BKS wird sich in diese Diskussion mit einbringen – auch auf dem NPL FORUM 2021 wird das Thema eine Rolle spielen: https://www.frankfurt-school-verlag.de/verlag/konferenz/npl_forum_2021.html

Quelle:
https://www.eba.europa.eu/eba-launches-discussion-npl-data-templates

Das NPL-Barometer in den Medien + Diskussionsrunde

vom 30. März 2021

Das aktuelle NPL-Barometer wurde auch von den wirtschaftlichen Fachmedien wieder aufgegriffen. So berichteten u.a.:

Am 29.03.2021 wurde das NPL-Barometer zudem mit einer virtuellen Diskussionsrunde öffentlich präsentiert. Nach der Begrüßung durch BKS-Präsident Sonder und den Beiratsvorsitzenden Prof. Dr. Schalast stellte Herr Dzieciol die neusten Erkenntnisse aus der aktuellen Befragung vor.

Es folgte eine lebhafte Diskussion unter Moderation durch Prof. Dr. Schalast mit

  • Jürgen Sonder, Präsident
  • Marcel Köchling, Vizepräsident
  • Ahmet Bilen, Santander Consumer Bank AG, Manager Collection Business Unit
  • Torsten Kohl, Mainzer Volksbank eG, Bereichsdirektor Problemkreditmanagement
  • Lars Löffelholz, Commerzbank AG, Group Services Operations Credit, Service-Center Intensive

Rund 70 Zuschauer*innen diskutierten mit. Wir freuen uns auf die nächste Erhebung im Herbst dieses Jahres – dann wieder unter völlig anderen wirtschaftlichen und pandemischen Rahmenbedingungen.

Staatliche Hilfsmaßnahmen verschleiern wahres Ausmaß möglicher Kreditausfälle

vom 26. März 2021

Berlin, 26. März 2021 – Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. (BKS) warnt vor notleidenden Krediten in Milliardenhöhe. Das Gesamtvolumen ist aufgrund der staatlichen Hilfsmaßnahmen noch nicht endgültig abschätzbar. Im aktuellen NPL-Barometer prognostizieren die befragten deutschen Kreditinstitute daher deutlich weniger Kreditausfälle, als noch vor einem Jahr erwartet worden waren. Jürgen Sonder, Präsident der BKS: „Sicher ist, dass die massiven Hilfspakete der Regierung die deutschen Banken im vergangenen Jahr vor einer signifikant höheren NPL-Quote verschont haben. Unstrittig ist aber auch, dass die nachlaufenden Effekte die deutschen Bankbilanzen in den nächsten Jahren beschäftigen werden.“

Rund 40,6 Milliarden Euro an notleidenden Krediten oder Non-performing Loans (NPLs) erwarten die befragten Kreditinstitute für das laufende Jahr. Dieser Wert könnte 2022 dann auf bis zu 46,7 Milliarden Euro steigen. Im letzten NPL-Barometer rechneten die befragten Risikomanager noch mit einem Anstieg auf 59 Milliarden Euro allein bis Ende 2021. Zum Vergleich: 2020 waren rund 33 Milliarden Euro an NPL-Beständen zu verzeichnen. „Die Teilnehmer unserer Umfrage waren in diesem Jahr wesentlich konservativer in ihrer Einschätzung. Während im vergangenen Jahr unter dem Eindruck des ersten Lockdowns noch erhebliche Ausfälle erwartet worden waren, zeigte sich, dass aufgrund der Hilfsmaßnahmen Insolvenzen hinausgezögert wurden und Kreditausfälle 2020 zu keinen Verwerfungen geführt hatten. Dennoch müssen die Banken vorsorgen – darauf weisen hohe Rückstellungen hin“, sagt Sonder. Zu den Maßnahmen, die Kreditausfälle aktuell verhindern, zählen unter anderem die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, Liquiditäts- und Kreditprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau und das Kurzarbeitergeld. „Erst wenn die Politik sich dazu entscheidet, keine weiteren Hilfen zu leisten, wird das wahre Ausmaß deutlich werden“, so Sonder.

Besonders betroffen von möglichen Kreditausfällen sind dabei Unternehmen im (Offline-) Einzelhandel, in der Tourismusbranche und Gastronomie. „Hier sind Ausfälle in größerer Höhe fast unvermeidlich“, sagt Sonder. So werden NPL-Quoten von rund 3,3 Prozent bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für 2021 erwartet. 2020 lag die Ausfallquote noch bei 2,5 Prozent. Für 2022 könnte dieser Wert auf 3,8 Prozent steigen. „Das ist auch in der zweiten Erhebung des NPL-Barometers in der Coronakrise der höchste erwartete Ausfallwert aller Assetklassen“, erklärt Sonder.

Die Immobilienbranche, die in den vergangenen Jahren dank steigender Immobilienpreise und niedriger Zinsen sehr wenige Ausfälle hatte, wird ebenfalls getroffen. „Hier sind die Auswirkungen aber vergleichsweise gering“, so Sonder. Besonders bei wohnwirtschaftlichen Immobilienkrediten fällt der Anstieg von 1,1 Prozent 2020 über 1,5 Prozent 2021 auf 1,7 Prozent 2022 nicht so stark aus. Bei finanzierten Gewerbeimmobilien steigen die Ausfälle stärker: von 1,7 Prozent im vergangenen Jahr über 2,5 Prozent in diesem Jahr auf 3,1 Prozent 2022. „Steigende Arbeitslosigkeit sorgt für einen (moderaten) Anstieg bei den Wohnimmobilienkrediten, bei den Gewerbeimmobilien sind es die anstehenden Schwierigkeiten der Firmen“, sagt Sonder.

Konsumentenkredite weisen 2020 eine NPL-Quote von 2,1 Prozent aus. Hier ist ein Anstieg auf 2,8 Prozent in diesem Jahr und 3,4 Prozent 2022 zu erwarten.

„Die Banken haben 2020 aufgrund der zu erwartenden Kreditausfälle ihre Risikovorsorge deutlich erhöht“, so Sonder. Nach Auslaufen der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und nach Beendigung der Insolvenzantragspflicht zum 30. April 2021 wird das NPL-Management der Kreditinstitute in den nächsten Jahren besonders gefordert werden. „Auch wenn die Banken die zu erwartenden Kreditausfälle teilweise bereits in der Risikovorsorge berücksichtigt haben, wird ein weiterer großer Mehraufwand in der Restrukturierung beziehungsweise Sanierung von insolvenzgefährdeten Unternehmen entstehen“, sagt Sonder. Früherkennung und Risiko-Monitoring seien dabei die wichtigsten Aufgaben und Instrumente. Im NPL-Management bevorzugen die Risikomanager nach wie vor eine kombinierte Strategie bei der Bearbeitung von notleidenden Krediten. „Parallel zur internen Bearbeitung wird die externe Bearbeitung und die Inanspruchnahme des Sekundärmarktes eine große Rolle spielen müssen“, betont Sonder. Die Unsicherheit aber bleibt.

Das NPL-Barometer kann unter https://bks-ev.de/npl-barometer-21/ kostenlos angefordert werden.

Eine virtuelle Vorstellung und Diskussion des NPL-Barometers finden am 29. März um 17 Uhr statt. Bitte melden Sie sich unter https://bks-ev.de/events/vorstellung-diskussionsrunde-npl-barometer-2021/ hierfür an.

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer derzeit 31 im Sekundärmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Sie setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Sekundärmarkt ein. Mit Portfoliotransaktionen und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

BKS-Auftritt beim QUALCO-Webinar zu NPLs

vom 17. März 2021

Juergen SonderStephan JenderMarcel KöchlingClaus RadünzTimur Peters und Achim Cremer diskutierten beim virtuellen Event “Notleidende Kredite in Deutschland: Was ist die richtige Strategie?”

Das Panel sieht die Banken grundsätzlich gut aufgestellt: Das Eigenkapital ist hoch, externe Servicer und Verkäufe werden viel häufiger genutzt als noch vor der Finanzkrise. Herausforderungen werden aber nach wie vor durch die kleinen Margen und neue Player am Markt gesehen.

Die deutsche Wirtschaft wird im internationalen Vergleich wesentlich stärker mit Hilfsmaßnahmen gestützt als andere Länder – das schlägt sich auch auf die Ausfallquoten durch.

Welche Strategien werden gesehen? Vor allem bei langfristigen Problem-Assets wird externe Hilfe durch Servicing, Verkäufe und technische Dienstleister als nötig erachtet – so auch der EZB-Leitfaden zu notleidenden Krediten.

NPL-Bericht des Europäischen Parlaments

vom 11. März 2021

Eine im ECON-Ausschuss des Europäischen Parlaments durchgeführte Studie kommt zum Schluss, dass die NPL-Quote eher von makroökonomischen Faktoren getragen wird und daher nicht so stark steigen könnte wie in der Weltfinanzkrise. Allerdings würden auch (Länder-)spezifische Faktoren eine Rolle spielen. So könnten in den Niederlanden gestundete Steuerzahlungen zu mehr NPLs führen. Den Bericht finden Sie hier.

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