EU-Kommission stellt NPL-Aktionsplan vor

vom 17. Dezember 2020

Die EU-Kommission hat am 16. Dezember ihren Action plan “Tackling non-performing loans (NPLs) in the aftermath of the COVID-19 pandemic” vorgestellt.

BKS-Präsident Jürgen Sonder: “It is positive to note that the EU is increasing pace and further qualifying the framework conditions for the secondary market. However, it will also be decisive how the financial sector is supported by relieving capital requirements.”

Die BKS hat die Interessen der deutschen NPL-Branche bereits im NPL-Roundtable der EU-Kommission im September eingebracht und wird auch den Aktionsplan eng begleiten. Sonder: “Wir werden dieses Papier im Roundtable der BKS-Bankenbeiräte diskutieren und im Januar ein Positionspapier für unsere Mitglieder hierzu vorstellen.”

Quelle: https://ec.europa.eu/info/publications/201216-non-performing-loans-action-plan_en

NPL RiskNews Q4/2020

vom 16. Dezember 2020

In dieser Ausgabe:

  • Immobilien unter Covid-19
    Wie entwickelt sich der Markt?
     
  • NPL FORUM 2020
    Eindrücke und Berichte
     
  • Lost in Translation
    Wie debtify den Informationsaustausch digitalisiert
     
  • Responding To A Surge In Non-Performing Loans
    If Not Now, When?
  • NPL-Roundtable der EU-Kommission
     
  • Die Reform des Inkassowesens
     
  • Neue Gesichter in der BKS
     

BKS-Mitgliederversammlung 2020 & Verabschiedungen

Impressionen vom NPL FORUM

vom 10. Dezember 2020

Am 25. November fand mit dem NPL FORUM wieder einmal die wichtigste Konferenz für den deutschen NPL-Markt statt. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schauten online zu, stellten Fragen, und diskutierten in Videokonferenzen. Auf diesem Weg möchten wir Ihnen herzlich für Ihre Teilnahme danken. Einige Impressionen der Konferenz finden Sie im Videozusammenschnitt auf dieser Seite.

Videoquelle: Frankfurt School Verlag

Die BKS auf tagesschau.de

vom 3. Dezember 2020

tagesschau.de und boerse.ard.de stellen die Frage, ob eine neue Bankenkrise droht. Neben vielen anderen Stimmen kommt auch die BKS zu Wort. Präsident Juergen Sonder mit Blick auf die Entwicklung der Insolvenzzahlen: “Auch wenn der Staat weiter puffernd eingreift, gehen wir von einer Steigerung der Insolvenzen um 40 Prozent auf 6.000 bis 7.000 pro Quartal ab 2021 aus”.

Andrea Enria von der EZB: “Die Banken sollten einen ehrlichen Blick in ihre Kreditbücher werfen und prüfen, welche ihrer Kunden die Krise wirklich überstehen werden. Die Institute müssen jetzt damit beginnen, damit die Welle an faulen #Krediten gar nicht erst zu groß wird.”

Als Verband für den NPL-Markt verfolgt die BKS die Stimmung im Kreditmarkt eng. Das nächste NPL-Barometer ist für den Februar 2021 geplant.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/banken-boerse-101.html

Download NPL-Barometer 2020: https://bks-ev.de/npl-barometer-2020/

Pleitewelle: Erwartete Kreditausfälle drohen das Bankensystem schwer zu belasten

vom 23. November 2020

Berlin, 23. November 2020 – Die Welle an aufgeschobenen Insolvenzen kleiner und mittlerer Unternehmen genau wie die zu erwartenden Pleiten von Soloselbständigen können zur großen Belastung für Staat und Gesellschaft werden – und zudem das gesamte Bankensystem schwer belasten. Zusammen mit einer eventuellen Einschränkung der Kreditvergabe wird „eine schnelle Konjunkturerholung unwahrscheinlich“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS). Auf dem NPL FORUM, dem Branchengipfel der NPL-Kreditbranche, der am 25. November online stattfindet, werden mögliche Optionen und Alternativen für die Zukunft diskutiert.

„Die wegen der Pandemie beschlossenen Einschränkungen entziehen vielen Soloselbständigen wie auch kleinen und mittleren Unternehmen die Geschäftsgrundlage“, sagt Sonder. Doch die Verlängerung der Insolvenzantragspflicht verschiebt die Pleiten in die Jahre 2021 und 2022. So erwartet die BKS im kommenden Jahr einen deutlichen Anstieg auf über 100.000 Privatinsolvenzen. Zudem wird ein weiterer starker Zuwachs von privaten Insolvenzanmeldungen befürchtet, wenn die geplante Reduzierung des Restschuldbefreiungsverfahrens auf drei Jahre in Kraft getreten ist.

Mit der Verlängerung der Insolvenzantragspflicht schiebt die deutsche Wirtschaft auch ein Pleitenproblem bei den Unternehmensinsolvenzen vor sich her. Aktuell gibt es circa 4.500 Unternehmenspleiten pro Quartal. „Auch wenn der Staat hier weiter puffernd eingreift, gehen wir von einer Steigerung um 40 Prozent auf 6.000 bis 7.000 Insolvenzen pro Quartal ab 2021 aus. Dies bringt die Kapitalsituation der Banken in eine außergewöhnliche Stresssituation“, sagt Sonder.

Das Problem: Wenn zu viele Unternehmen oder Privatpersonen gleichzeitig ihre Kredite nicht mehr bedienen können, stoßen die Banken bei Kapital und Abwicklung an ihre Grenzen. „Das betrifft nicht nur das vorzuhaltende Risikokapital, sondern dann auch die real gewordenen Kosten der Kreditausfälle“, sagt Sonder. „Die Banken werden allein schon durch Restrukturierungsaufgaben und die Abwicklung notleidender Kredite vor enorme Herausforderungen gestellt.“

Entscheidend dabei sei, dass die Banken handlungsfähig bleiben. Sonder: „Der Sekundärmarkt für notleidende Forderungen kann einen Baustein für die Finanzmarktstabilität darstellen, um die Post-Covid-Auswirkungen in der Finanzindustrie effektiver zu managen.“ Prof. Dr. Christoph Schalast, Vorsitzender des Beirats der BKS und Professor für Professor für Mergers & Acquisitions, Wirtschaftsrecht und Europarecht der Frankfurt School of Finance & Management: „In den nächsten Wochen müssen unbedingt die Weichen für effiziente Sekundärmärkte auf EU-Ebene gestellt werden. Auf dem NPL FORUM am 25. November diskutieren Banken und Aufsichtsbehörden daher auch über europäische Regeln für den Kreditmarkt und NPLs.“

NPL FORUM 2020 – online teilnehmen

vom 10. November 2020

Bedingt durch die neuesten Regelungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern werden wir unsere Konferenz am 25. November rein online durchführen. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis. Anmeldungen sind nach wie vor online möglich!

Die Corona-Krise stellt den Kreditsektor vor neue Herausforderungen. Maßnahmen der Fiskal- und der Geldpolitik haben für eine erste Stabilisierung der Märkte gesorgt und lassen das Kreditwachstum deutlich steigen. Viele Sektoren der Wirtschaft sind jedoch durch die Krise erheblich belastet, so dass sich ein Anstieg der Risikovorsorge in Banken abzeichnet. Weitere Risiken ergeben sich aus der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft und – mittelfristig – aus dem Anstieg der europäischen Staatsschulden und dessen Folgen für die Finanzstabilität. Welche Strategien bieten sich in dieser Situation für die Kredit- und Risikosteuerung an?

Das NPL FORUM gibt einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen, zeigt ökonomische Szenarien auf und diskutiert neue Instrumente und Strategien der Kredit- und Risikosteuerung. Traditionelle Schwerpunkte des Konferenztages sind europäische Aspekte der Finanzstabilität, Zukunftsthemen des Kreditgeschäftes und das Management von leistungsgestörten Krediten als Bestandteil der Gesamtrisikostrategie.

Seit seinem Auftakt im Jahr 2006 hat sich das NPL FORUM als hochrangiges jährliches Informations- und Austauschforum für Fach- und Führungskräfte des Kreditsektors etabliert. Zum fünfzehnten Mal treffen sich im Herbst Fach- und Führungskräfte des Finanzsektors, Servicer & Investoren und Wissenschaftler an der Frankfurt School of Finance & Management. Den Auftakt des NPL FORUMs bilden Keynotes hochrangiger Sprecher aus dem Finanzsektor, Aufsichtsinstitutionen und der Wissenschaft zu makroökonomischen, regulatorischen und bankstrategischen Fragen. Nach der Mittagspause bieten wir dann eine spannende Mischung aus Expertenbeiträgen zu rechtlichen Anforderungen, technologischen Innovationen und neuen Managementaspekten im Kredit- und NPL-Prozess.

Veranstaltet wird das NPL FORUM vom Frankfurt School Verlag in Kooperation mit der Frankfurt School of Finance & Management und der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e. V. (BKS). Die Konferenzteilnehmer erhalten neben hochaktuellen Informationen die Möglichkeit, sich mit einer großen Zahl von Führungskräften und Fachkontakten auszutauschen.

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NPL RiskNews Q3/2020

vom 14. August 2020

Download des Newsletters (3,6 MB)

In dieser Ausgabe:

  • NPL-Barometer
    Banken erwarten steigende Kreditausfälle
     
  • NPL FORUM 2020
    Am 25. November 2020
  • Digitalisierung 
    Daten sinnvoll nutzen
     
  • Zahlungsverzug
    Rechnungen werden immer später beglichen
     
  • Interview
    Mit Janine Hardi, seit diesem Jahr Mitglied des Beirats der BKS
     
  • Recht 
    Gerichtsentscheidungen

BKS-Präsident Sonder stellt NPL-Barometer online vor

vom 12. August 2020

Im Rahmen der BKS-Knowledge-Plattform hat BKS-Präsident Jürgen Sonder am Mittwoch die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Finanzindustrie anhand der aktuellen Daten des NPL-Barometers erläutert.

Das NPL-Barometer wird seit 2015 von der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing in Zusammenarbeit mit der Frankfurt School of Finance & Management erhoben. Befragt wird das Senior-Management aus den Risikoabteilungen der deutschen Kreditinstitute. Insgesamt schätzt die BKS, dass durch den Rücklauf eine Bilanzsumme von ca. drei Billionen Euro abgebildet wird – es nahmen überwiegend Abteilungsleiter und Vorstände deutscher Privatbanken an der Studie teil.

Während in den vergangenen 4 Jahren eher eine Stagnation der Entwicklung des NPL-Markts in Deutschland beobachtet wurde, geht eine große Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der aktuellen Erhebung von stark steigenden NPL-Beständen und erhöhter Transaktionstätigkeit aus.

Die vollständige Version des NPL-Barometers 2020 können Sie unter https://bks-ev.de/npl-barometer-2020/ herunterladen.

Falls Sie das Webinar verpasst haben, können Sie es hier noch einmal ansehen:

Das NPL-Barometer 2020 in den Medien

vom 8. Juli 2020

In der deutschlandweit ersten Umfrage unter dem Senior-Management in den Risikoabteilungen der deutschen Banken seit Beginn der Coronakrise sind die Erwartungen der Teilnehmer*innen an einen Anstieg der NPL-Bestände sehr stark gewachsen. Dies wurde auch von den Medien rezipiert. Eine Übersicht:

NPL-Barometer 2020 – jetzt herunterladen

vom 7. Juli 2020

Jetzt herunterladen. Das NPL-Barometer 2020 ist ab sofort kostenfrei verfügbar.

Pandemie-Folge: Risikomanager der Finanzindustrie erwarten eine Verdoppelung der Kreditausfälle bis 2021

Berlin, 07. Juli 2020 – Risikomanager deutscher Kreditinstitute erwarten für 2021 wegen der Corona-Krise eine deutliche Steigerung der Kreditausfälle. Sowohl private Konsum- und Immobilienkredite wie auch die Kredite an kleine und mittlere Unternehmen sind dabei betroffen. Die NPL-Quote (Non-performing Loans, notleidende Kredite) wird einen Rekordstand erreichen. „Wir gehen weiterhin von einer Verdreifachung der absoluten Zahlen auf mehr als 100 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren aus“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS).

Bereits im Vorfeld dieser Befragung im Rahmen des jährlich erhobenen NPL-Barometers hatte die BKS eine Steigerung des Volumens notleidender Kredite von 33 auf rund 100 Milliarden Euro je nach Verlauf der Wirtschaftsentwicklung prognostiziert. Diese Steigerung betrifft dabei alle Kreditsegmente gleichermaßen. „Sowohl bei Konsumenten- als auch bei Immobilienkrediten sowie Krediten kleiner und mittlerer Unternehmen wird der Anstieg der NPL-Bestände zu beobachten sein“, sagt Sonder. Die deutschlandweit erste quantitative Befragung der Risikomanager zeigt nun, dass hier bereits für 2021 eine Verdopplung der NPL-Bestände auf circa 60 Milliarden Euro zu erwarten ist.

„Nach den Erwartungen der befragten Risikomanager ist davon auszugehen, dass die Bestände 2020 um circa ein Drittel steigen werden auf circa 45 Milliarden Euro und dann noch einmal auf circa 60 Milliarden im Jahr 2021; das wäre schon fast eine Verdopplung in den nächsten zwei Jahren – eine wirklich signifikante Veränderung“, sagt Prof. Dr. Christoph Schalast, Professor für Mergers & Acquisitions, Wirtschaftsrecht und Europarecht an der Frankfurt School of Finance & Management und Vorsitzender des Beirats der BKS. „Diese Einschätzung kann man durchaus noch als moderat bezeichnen“, so Sonder.

Quelle: NPL-Barometer 2020

Nie zuvor ist der Wert des NPL-Barometers, der die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer widerspiegelt und stets zwischen -1,00 und 1,00 liegt, für die erwartete Zunahme der NPLs so hoch gewesen wie in diesem Jahr. Während 2019 die Erwartungen für das folgende Jahr bei -0,02 lagen, was bedeutet, dass keine merkliche Veränderung erwartet worden war, liegt der Wert 2020 bei 0,42. Die befragten Risikomanager rechnen somit für die kommenden 12 Monate mit einem starken Wachstum des Marktes für NPLs. „Die deutschen Banken stehen vor einem Problem, wenn zu viele Kredite notleidend werden“, sagt Sonder. „Dies wirkt sich direkt auf ihre Bilanz- und Risikokennzahlen aus, die Möglichkeit zur Vergabe neuer Kredite sinkt.“ Und das mitten in einer Phase, in der die Banken die Wirtschaft nach dem Willen der Politik ausreichend mit Geld versorgen sollen.

Quelle: NPL-Barometer 2020

Eine Möglichkeit, die Bankbilanzen von diesen Krediten zu befreien, ist die Nutzung des Sekundärmarktes: „Die Banken praktizieren Outsourcing in größerem Umfang, die Verkäufe von NPLs auf dem Kapitalmarkt werden dadurch deutlich an Bedeutung gewinnen“, so Sonder. Die NPL-Problematik haben nicht nur die Aufsichtsbehörden erkannt. Auch in der Politik ist das Thema angekommen. So fordern verschiedene Bundesländer nun bereits die Konzeptionierung und Ausgestaltung verschiedener NPL-Szenarien. Die Gründung einer Expertenrunde mit allen Beteiligten hinsichtlich der Erarbeitung von Stressszenarien und Lösungsmodellen sollte daher zügig in die Wege geleitet werden.

Das NPL-Barometer 2020 kann hier kostenlos angefordert werden.

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